Wanderblog

Der Wanderblog von Marcel Hähni

Die hier beschriebenen Wanderungen können bei leicht-wandern.ch gebucht werden.

Urwald und Auengebiete vor Aarau

Auen sind Lebensräume, die einem ständigen Wandel unterworfen sind: Bei Hochwasser werden die Gebiete überflutet, bei warmen Wetter zieht sich das Wasser wieder zurück. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Der Kanton Aargau besteht zu einem Prozent aus Auenlandschaften, diese sind gesetzlich geschützt.

Zwischen Aarau und Brugg kann man kilometer- und stundenlang entlang der begradigten Aare wandern. Gleich daneben sind aber mehrere Auengebiete entstanden, die die Natur aufwerten und einen wichtigen Naherholungsraum darstellen. Die Wanderung entlang der Aare verläuft auf einem gut ausgebauten Wanderweg, der auch kinderwagentauglich ist.

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Wasserfälle, Pferde und Moorseen – die Freiberge vom Jura

Die Jurassischen Freiberge, die Franches-Montagnes, liegen im Südwesten des jungen Kantones. Das auf rund 1000 Meter über Meer liegende Hochplateau um den Ort Saignelégier ist Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen: Neben gemütlichen Routen am Fluss sind auch Wanderungen zu Moorlandschaften oder Wasserfällen und sogar richtige Klettertouren möglich.

Für Familien und gemütliche Wanderer empfiehlt sich einen Ausflug zu den verschiedenen Moorseen. Während der Etang de la Gruère an schönen Tagen sehr gut besucht ist, findet man am kleineren Etang des Royes weniger Touristen und mehr Ruhe. Ein wenig Abenteuer bietet der Weg zur Ruine Spiegelberg. Eine gemütliche Wanderung führt entlang dem Grenzfluss Doubs nach St. Ursanne, einem historisch wertvollen Flussstädtchen.

https://www.srf.ch/radio-srf-1/radio-srf-1/ausflugsziele-und-wanderungen-willkommen-in-der-wildnis-am-stadtrand

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Tee, Sumpf und grünes Wasser – unterwegs im Tessin

Auch im Tessin ist die Wildnis nur ein paar Schritte vom Tourismus-Strom entfernt. Das Tessin hat die grössten Wälder der Schweiz, grünes Wasser, eine Teeplantage und viele Sümpfe. Ab Juni kann man auch im oberen Tessin tolle Wanderungen entdecken, sobald auch dort der Schnee geschmolzen ist.

Strada degli Alpi
Die «Strada degli Alpi» beginnt bei der Bergstation der Seilbahn von Airolo Pesciüm. Auf diesem Wanderweg trifft man auf eine Natur, die durch ihre Artenvielfalt, ihr Farbenreichtum sowie ihre Stille besonders schön ist.

Ritóm-Stausee – Der Schulreisliklassiker im oberen Tessin
Der Lago Ritóm ist ein Speichersee im Pioratal, einem Seitental der Leventina. Mit einer Steigung von knapp 90 Prozent gehört die Standseilbahn Ritóm zu den steilsten der ganzen Welt. Die Rundwanderung führt für aktive Wanderer bis auf die Lukmanier-Passhöhe.

Die Tibetanische Brücke bei Bellinzona
Diese Wanderung führt durch Terassengärten und Weinberge, durch Kastanienwälder bis zur Siedlung Curzútt. Die Siedlung erreicht man mit einer kleinen Luftseilbahn vom Tal bei Monte Carasso. Die Tibetische Brücke «Ponte Tibetano» verbindet den Hang von Sementina und dem Monte Carasso. Sie ist rund 270 Meter lang und schwebt 130 Meter über dem Boden.

Bolle di Magadino
Die Bolle di Magadino ist ein Naturschutzgebiet zwischen Tenero und Magadino im Schwemmgebiet der Flüsse Ticino und Verzasca. Es ist die Heimat von verschiedenen Amphibien, Reptilien und Insekten.

Tee vom Monte Verita
Auf dem Monte Verità findet man seit ein paar Jahren eine der ersten Teeplantagen in ganz Westeuropa. Das Klima und der Boden im Tessin macht es möglich, dass auch in der Schweiz Teeplantagen angelegt werden können. Neben dem kleinen Teefeld kann auf dem Monte Verità auch das traditionelle Japanische Teehaus besucht werden.

Grünes Wasser aus dem Verzasca-Tal
Beginnen sollte man die Wanderung im kleinen Dorf Mergoscia. Der Wanderweg führt durch einen typischen Tessiner Mischwald ins Dorf Corippo, bei welchem eine alte Mühle den Dorfeingang ziert.

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 Schneeshuhwanderung auf der Sonnenterrasse über dem Walensee

Vom Parkplatz Amden-Arvenbüel hinauf auf oder direkt neben dem Winterwanderweg zur Vorder Höhe . Die Alp wird bei schönem Wetter bewirtschaftet. Wunderbarer Ausblick hinunter in das Toggenburg, zum Säntis und ins Linthgebiet. Wenn im Dorf Amden noch kein Schnee liegt oder nur noch wenig, gilt der Dorfteil Arvebbüel als relativ schneesicher. Vom kleinen aber feinen Skigebiet führen verschiedene Winterwanderwege und Schneeschuhtrails in die Höhe. Hier starten Wanderhund Felix und ich traditionsgemäs in die Wintersaison.

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Entlang der mystischen Sihl

Die Sihl, die in der Region Ybrig am Druesberg im Kanton Schwyz entspringt, mündet in Zürich beim Hauptbahnhof in die Limmat. Unterwegs auf ihrem Weg fliesst der Fluss durch eine mystische Landschaft. Zwischen dem Zuger Dorf Menzingen, mit seinem Frauenkloster und dem Verkehrsknotenpunkt Sihlbrugg befindet sich ein spannender Wanderweg. Die alte Verbindung von der Stadt Zürich Richtung Luzern, führt entlang der Sihl unter anderem durch verschiedene Stollen. Im Sommer ist dieser Weg eine beliebte Wanderroute, im Winter ideal für kleine und grosse Höhlenforscher.

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Der kleine Rossberg

Schindellegi liegt  hoch über dem Zürichsee und ist tief bei den Steuern. Hier liegt auf 1011Meter über Meer der Rossberg. Die Wanderung zum Rossberg ist eine optimale Sonntagnachmittags-Familien-Wanderung. Neben dem Berggasthaus steht hier oben auch der letzte Feldschiessstand in der Schweiz, der als solcher noch ganzjährig genutzt wird. Jährlich findet hier im August das traditionelle Dreiländerschiessen (Schwyz, Zug, Zürich) mit rund 400 Schützen statt. Auf dem höchsten Punkt des Rossberges auf 1186 Metern befindet sich auch der «Dreiländerstein» und bildet den Grenzstein für die Kantone Schwyz, Zug und Zürich.

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Dreiländerblick vom Kaienspitz

Der Kaienspitz ist entgegen seinem Namen keine hochalpine Bergspitze, sondern  eine Wiesenfläche auf einem Hügel im Appenzeller Vorderland. Der Kaien oder die Kaienspitze liegt auf  1120 Meter über Meer. Der Kaien ist durch eine nicht allzu anstrengende Rundwanderung von Heiden, Grub oder von Rehetobel aus zu erreichen. Vom Kaien aus hat man einen Blick auf das Dreiländereck am Bodensee mit den Ländern Schweiz, Deutschland und Österreich. In Heiden befindet sich zudem das Museum, des Gründers des Internationalen Roten Kreuzes, Henri Dunant.

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Wandern geht auch im Winter- Schlitteln sowieso.

In der Schweiz gibt es zahlreiche präparierte Schlittelwege. Im Städtischen Gebiet lässt sich etwa am Uetliberg bei Zürich oder am Gurten bei Bern schlitteln. Ich Chur macht man das am Hausberg von Brambrüesch. Der längste Schlittelweg von ganz Europa befindet sich in Grindelwald bei der Bussalp auch „Pintefritz“ genannt. Zu den bekannteren Schlitteldestinationen gehören Bergün oder die Heuberge in Fideris im Kanton Graubünden. Schnell erreichbar ist in der Zentralschweiz der Schlittelweg am Druesberg bei Einsiedeln. Ein Geheimtipp ist der Schlittelweg am Wirihorn im Diemtigtal im Berner Oberland.

Die Fantastische –Wirihorn/ Diemtigtal/ Berner Oberland

Ein Schlittelweg mit Varianten! Während der Fahr gibt es mehrere Abzweigungen, die für die anspruchsvollen und schnellen Schlittler gedacht sind. Die Schlittelbahn führt durch den Wald. Besonders Empfehlenswert: die Mond- und Sternenschlittelfahrt. Hier fühlt man sich in der Nacht wie im hohen Norden. Achtung: Einheimische stellen jedes Jahr neue Rekordzeiten auf! Länge: 5 Kilometer.

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Die Familiäre-Belalp/ Wallis

Der Schlittelweg führt von der Bergstation auf der Belalp, über knapp 10 Kilometer, zur Talstation im Dorf Blatten. Kurvenreiche Talfahrt. Familiäre Destination. Eher als Wochenausflug zu planen. Auch hier können spezielle Schlitten gemietet werden. Länge: 9,9 Kilometer

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Die Gemütliche- Druesberg/ Schwyz

Erreichbar mit dem Öffentlichen Verkehr über Einsiedeln. Da die Skitourenfahrer früh am Morgen unterwegs sind , hat man die Druesberghütte, den Startpunkt zur Schlittelfahrt, am Nachmittag für sich. Unterwegs sind dann nur noch Schneeschuhläufer und andere Schlittler. Alternativ kann hier auch ein Snow- Gemel gemietet werden. Ein Fahrzeug mit einem Sitz der auf einen Ski montiert wurde. Trotz der Nähe zum Skigebiet sehr ruhig. Länge: 5 Kilometer.

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 Marcel empfiehlt beim Schlitteln:

  • Einen Helm und eine Skibrille zu tragen
  • Gute Winterschuhe
  • Unterwegs nur am Rand anzuhalten
  • Und wenn man nicht mehr bremsen kann an den Pistenrand, in die Schneewand zu steuern

Baut Rodel und Schlitten für Gewinner. Joe Lindauer aus Schwyz. Bei einem Besuch in seiner Werkstatt wurde ich in die Kunst des Rodelbaus eingewiesen.  Schlitten und Rodel werden aus  Eschenholz gefertigt.

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Motiviert durch den ersten Schnee starten wir, Ernst und ich als Schneeschuh-Wanderleiter der Zuger Wanderwege, mit rund 18 Teilnehmern zur ersten Schneeschuhtour des Jahres 2017. Die rund zehn Kilometer, die vor uns liegen, sollten in gut fünf Stunden zu bewältigen sein. Wir starten unsere Tour in Unteriberg beim grossen Parkplatz beim Hotel Ybrigerhof. Unteriberg ist mit dem öffentlichen Verkehr bequem von Einsiedeln (SZ) her erreichbar. Nach gemütlichen 45 Minuten bietet sich beim Berggasthaus Hochgütsch bereits die erste Gelegenheit für eine Pause mit einem warmen Kafi. Das Hochgütsch ist im Sommer und Winter ein beliebtes Ausflugsziel, speziell auch für Familien mit Kindern oder für einen Vereinsausflug. Erst so richtig im Fluss, verzichten wir auf das Einkehren und wandern weiter Richtung Spital, mit 1575 Metern der höchste Punkt unserer Schneeschuhtour. Unterwegs auf dem bestens ausgeschilderten Schneeschuhtrail kommen uns auch die ersten Skitourenfahrer entgegen. Die Region hier ist beliebt bei Schneeschuhläufern und Skitourengänger. Beide sollten aber in ihrem Korridor bleiben, da im Winter links und rechts ein geschütztes Wildgebiet ist.

Vom Druesberg bis zum Säntis

Unser Aufstieg wird auf dem Spital mit einem wunderbaren Rundblick in die Voralpen belohnt. Bei klarer Sicht sieht man den Druesberg, die beiden Mythen, den Pilatus, die Rigi und auch den Säntis in der Ostschweiz. Im Tal unten erblickt man den Sihl- und den Zürichsee. Hier oben sehen wir auch die Skigebiete Hoch-Ybrig und die Skianlagen auf dem Stoss.

Blick vom Spital auf Einsiedeln und den Zürichsee. (Bild: Marcel Hähni)
Blick vom Spital auf Einsiedeln und den Zürichsee. (Bild: Marcel Hähni)

Nach einer gemütlichen Mittagspause beginnen wir mit dem Abstieg ins Gross. Hier muss man sich noch einmal konzentrieren und Kräfte sammeln, da uns der Schnee ohne gute Unterlage doch immer wieder einige Meter den Hang herunterrutschen lässt. Vor allem Wanderer, die das erste Mal auf Schneeschuhen bergab unterwegs sind, sind gefordert. Beim Abstieg ins Gross sieht man im Fichtenwald noch heute die Kraft des Orkanes Lothar. Ganze Waldstriche sind noch voll mit Totholz vom 26. Dezember 1999. Gleichzeitig sieht man aber auch, wie der Jungwuchs wieder zu einem starken Schutzwald wachsen wird und wie stark sich die Natur zurückkämpft.

Nach gut fünfeinhalb Stunden kommen wir mit der ganzen Gruppe im Gross an. Die letzten zwei Kilometer haben wir dazu die Schneeschuhe am Rucksack montiert, da der Weg schön gepfadet dem Grossbach entlang bis ins Gross führt. Von hier haben wir dann wieder Anschlüsse an das Postauto, das uns zum Bahnhof Einsiedeln führt.

Routeninfos:

Strecke: Schneeschuhtrail Spital (1575 m ü. M.), 9,3 km

Wanderzeit: 5–6 Stunden

Schwierigkeitsgrad: nur mit guter Kondition

Mythen (Bild: Marcel Hähni)
Mythen (Bild: Marcel Hähni)

 

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Wanderung mit Seesicht

Bei schönem Wetter zeigen sich auf der Wanderung zum Chli und Gross Aubrig, Zürich- Wägitaler- Sihl- Pfäffiker und Greifensee fast gleichzeitig. Neben dem Blick auf die verschiedenen Seen gibt es auch eine herrliche Aussicht auf die Ost- und Innerschweizer Berglandschaft.  Begleiter Felix (Hund) und ich haben Grosses vor. Wir wollen zwei auf einen Streich! Den Chli- und den Gross- Aubrig in der Ausserschwyz sollen es sein. Man kann zwar auch ganz gut erst den einen, kleinen und dann den anderen, den grossen Aubrig machen aber  Felix und ich wollen heute mehr; eben: zwei auf einen Streich! Den Chli und den Gross Aubrig am gleichen Tag. Wir beginnen unsere Tour mit garantierter Seesicht von der Sattelegg aus. Bis hier, sind wir bereits am ersten See, dem Sihlsee vorbei gefahren, der schnell wieder zu sehen ist, wenn man auf der Sattelegg vom Parkplatz aus erst mal loswandert. Auf der Sattelegg treffen wir viele Sonntagswanderer und Familien, die hier auf der kleinen Passhöhe vom Sihl- zum Wägital unterwegs sind oder die kleine Pilgerkapelle  besuchen. Die Muttergottes und Bruderklauskapelle aus dem Jahr 1976 steht hier am offiziellen Pilgerweg, der vom Wägital aus nach Einsiedeln führt. Schnell verabschieden wir uns von den Sonntags- und Familienwanderer und steigen die ersten 300 Meter hinauf. Über die Egg geht es auf einem Bergwanderweg hinauf zum Alpwirtschaftsbetrieb Wildegg. Nach gut 50 Minuten kann man also bereits zum ersten Mal einkehren. Wir halten aber streng links und steigen auf zum Chli  Aubrig, schliesslich haben wir heute ja noch etwas vor uns. Wir nehmen noch einmal gut 100 Höhenmeter und gelangen hinauf zum Gipfelkreuz des Chli Aubrig. Bereits hier sehen wir die angekündigten fünf Seen. Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee vor  uns , links und rechts hinter uns; Sihlsee und Wägitalersee.  Nach dem obligaten Gipfelbucheintrag auf dem 1642 Meter hohen Chli Aubrig steigen wir schnell wieder hinunter zum Sattel und über ein Hochmoor zum „Einstieg“ zum Gross Aubrig.  Hier haben wir einen wunderbaren Blick auf das Wägital mit seinem Stausee. Und hier treffen wir auch auf den Wanderweg, der vom Wägital aus auf den Gross oder eben auch den Chli  Aubrig führt. Der Aufstieg zum Gross Aubrig ist um einiges anstrengender. Zum Teil müssen Felix und ich über  grössere Steinbrocken steigen. Vor allem für Felix mit seinen kleinen Dackelbeinen nicht so sehr amüsant, was er mir schnell zu verstehen gibt in dem er einfach stehen bleibt. Nach einiger Überredungskunst und einem Zipfel Wurst ist Felix mindestens so weit motiviert, dass wir den Aufstieg auch zum Gross Aubrig schaffen. Auch hier auf dem 1695 Meter hohen Gross Aubrig haben wir wieder Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee vor  uns, links und rechts hinter uns; Sihlsee und Wägitalersee. Der Wägitalersee ist hier einfach ein bisschen näher, der Sihlsee ein bisschen weiter entfernt.  Auch hier tragen wir uns wieder ins Gipfelbuch ein und steigen wieder hinunter. Auf dem Sattel zwischen Chli und Gross Aubrig stechen wir zwischen den beiden Bergen hinunter und laufen um den Chli Aubrig herum wieder Richtung Sattelegg. Zwischen dem Alpbetrieb „Unter Alten“ und dem “Langrain“  wandert man über ein Stück  Wiese, die immer im Supf steht. Immer! Schon bei anderen Wanderungen, die mich hier durch führten, ist mir das aufgefallen und alle, die hier am Chli und Gross Aubrig waren wissen und erzählen von dieser Stelle. Mindestens ich schaffe es mit trocknen Füssen zurück auf die Sattelegg. Gut vier schnelle Stunden haben Felix und ich für diese Tour gehabt. Man darf aber auch langsamer unterwegs sein. Beide Routen erfordern mittlere bis grössere Anstrengung. Es hat  eher grobe Pfade und ist zum Teil sehr feucht. Das Stück zum  Gross Aubrig Gipfel ist besonders ruppig. Hier ist Trittsicherheit nötig.

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Auf den Spuren des Zuger Wanderpionieres 

Der Zuger Primarlehrer Fridolin Stocker (1898–1964) war als Initiant und Moderator der populären Radiowanderungen bei Radio Beromünster  einem breiten Publikum bekannt. Als Vorsteher der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege setzte sich Fridolin Stocker  stark für den Ausbau des Schweizer – Wanderwegnetzes ein. Er organisierte zahlreiche Wanderungen schrieb Wanderbücher und  veröffentlichte verschiedenen Wanderberichte  und Wanderbücher. Ein  grosser  Verdienst von Fridolin Stocker ist auch sein Einsatz für den Kauf des Berghauses Gottschalkenberg durch die Stadt Zug. Im Jahre 1957 kaufte die Stadt Zug das ehemalige Ferienhaus einer Klostergemeinschaft auf dem Gemeindegebiet von Menzingen und richtete dort ein Lagerhaus mit einem zugehörigen Restaurant ein. Bei der Weggabelung „ Charenboden“ auf dem Gottschalkenberg steht seit Jahren ein Gedenkstein  für den bekannten Zuger Wander-und Radiopionier. Der Stein trägt die Inschrift «Dem grossen Förderer des Wanderns Fridolin Stocker 1898–1964». Der Stein war über die Jahre stark mit Moos überwachsen  und die Schrift konnte kaum mehr gelesen werden. Vor einem Jahr  wurde der Gedenkstein aufgefrischt und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Viele Wander-Wege zum Fridolin- Stocker- Stein

Der einfachste und schnellste Weg zum Fridolin Stocker- Stein führt vom Ratenpass über die Abschwändi Richtung Gottschalkenberg. In gut zwanzig Minuten ist man so beim  Charenboden mit dem Gedenkstein und  dem  Rastplatz. Der Ratenpass ist mit dem Öffentlichen Verkehr von Oberägeri  her gut erreichbar. Ambitionierte Wanderer starten Ihre Tour aber bereits in Oberägeri  und wandern über den Panoramaweg Ägerital auf den Gottschalkenberg. Hier beträgt die Wanderzeit rund drei Stunden. Belohnt wird man mit einem wunderbaren Blick über den Ägerisee und die Zentralschweizer Alpen. Beim Bellevue auf dem Gottschalkenberg befindet sich zudem  seit dem Sommer 2015 eine  neue Aussichts- Plattform aus Holz. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick über den Zürichsee bis zur Stadt Zürich. An schönen Tagen sieht man auch den Dampfkegel des Atomkraftwerks Gösgen. Auch vom Bellevue aus stehen uns verschiedene Weg-Varianten für die Rückkehr zur Verfügung. Wer eine Tagestour plant  kann bis Menzingen oder Biberbrugg laufen. Wer genug hat kann den Wanderweg zurück auf den Ratenpass nehmen. Der Ratenpass wiederum ist Ausgangspunkt für weitere Wanderungen in der Region, die man an einem anderen Tag in Angriff nehmen kann. Zum Beispiel über St. Jost mit seiner Kapelle und dem gemütlichen Beizli auf den Pilgerweg Richtung Einsiedeln. Eine weitere Möglichkeit bietet die Wanderung über das „Chlausenchappeli“ auf den Höhronen. Diese Hügelkette, auf der jahrelang eine grosse Sendeantenne der ehemaligen PTT stand, bildet die natürliche Grenze zwischen den Kantonen Zug- Schwyz – und Zürich. Vom Höhronen geht es über den Dreiländerstein nach Biberbrugg oder etwas länger nach Schindellegi oder über den Hüttnersee bis nach Samstagern im Kanton Zürich.

P.S

Es gibt noch einen zweiten Fridolin Stocker-Stein. Der zweite, oder auch erste Fridolin Stocker- Stein, liegt in Sachseln am Weg nach Giswil und wurde dort, auf Initiative der damaligen Radiowanderer platziert.

Weitere Informationen:

http://www.aegerital-sattel.ch/de/aktivitaeten/ausflugsziele/ausflugsziele-aegerital/raten-gottschalkenberg

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Die Rückseite der Mythen

Der grosse und der kleine Mythen sind auch nur zum Anschauen schön. Zum Beispiel vom Alpthal her. Das ist das Tal, das von Einsiedeln bis ins Brunni geht, Startpunkt zur Wanderung auf den Furggelenstock. Mit dem Postauto fährt man von Einsiedeln in rund einer halben Stunde ins Brunni. Ausgestiegen bin ich und Hund Felix beim Gasthof Brunni, eine Station vor der Endstation bei der Seilbahn Brunni- Holzegg. Links über eine Brücke führt der Weg hinauf zur Alpwirtschaft Furggelen. Der Besuch in der Alpwirtschaft von Ida, Anton und Toni Heinzer Junior muss man sich mit einem rund einstündigen Aufstieg verdienen. Der Weg führt immer ansteigend grösstenteils durch den Wald, an einem heissen Tag von grossem Vorteil. Jetzt im Frühling kann es hier noch nass und kühl sein. Im Winter trifft man hier die ersten Schneeschuh- und Schitourenläufer der jungen Saison. Auf der Alpwirtschaft Furggelen kehrt Wanderer zu einer Käseschnitte mit Spiegelei ein. In den Alpmonaten kann man hier bei Toni Junior- Ida und Anton Heinzer Alpkäse kaufen. Ist die Hütte nicht bewirtet muss man sich mit seinem Essen und Trinken aus dem Rucksack begnügen. Felix und ich steigen jetzt den ziemlich steilen Hang zum 1656 Meter hohen Furggelenstock hinauf. Dass es hier für eine gute halbe Stunde streng wird sieht der anwesende Wildhüter auch Hund Felix an, der doch sehr unmotiviert aussieht, wie der Wildhüter zu erkennen glaubt. Grund aber ist der, dass Felix angeleint ist und nicht auf Jagd nach Mäusen, Eichhörnchen etc. gehen kann. Nachdem man während dem Aufstieg die Mythen immer im Rücken hat, kann man sie hier in voller Pracht beachten. Auf der anderen Seite geht die Sicht in die Urner Alpen oder ins Skigebiet Hoch Ybrig, Drusberg bis zu den Glarner Alpen. Weiter geht der Weg jetzt absteigend, Richtung Zwäcken, Holzegg. Auch hier im Zwäcken besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Wir wandern aber weiter bis zur Bergstation der kleinen Seilbahn Brunni Holzegg. Von hier aus starten die Wanderer zum grossen Mythen. Für einmal verzichte ich und Felix auf den grossen Mythen- laufen stattdessen unterhalb des Grossen Mythen zum Zwischen- Mythen, dort wo der Aufstieg zum wesentlich schwerer machbaren kleinen Mythen beginnt. Hier hat man immer wieder gute Chancen Gämsen beim Weiden zu beobachten. Auch der kleine Mythen ist für uns heute tabu. Wir biegen rechts durch den Wald ab und sind nach rund einer Stunde wieder am Ausgangspunkt von unserer Wanderung. Jetzt habe ich Durst. Felix auch. Im Brunni gibt es genügend Möglichkeiten zum Einkehren.

Wanderung– Brunni- Furggelenstock- Holzegg- Zwischen-Mythen- Brunni: ca. 3 bis 4 Stunden- je nach Aufenthalt im Restaurant. Schwierigkeitsgrad T2. 

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Zu Besuch bei Roggen- Fredy und seinem Flöckli

Als ich und mein vierbeiniger Wanderbegleiter Felix das letzte Mal am Roggenstock unterwegs waren, kamen uns ganz viele Biker entgegen. Per Zufall waren wir am Wochenende des legendären Iron- Bike Rennens unterwegs. Dieses Mal waren Felix und ich aber praktisch alleine unterwegs. Wir haben an einem Freitag die Wanderschuhe geschnürt und den Rucksack gepackt. Also ich; Hund Felix hat es da bedeutend leichter. Er läuft einfach mit. Start zu  unsere Tour ist der grosse Parkplatz in Oberiberg beim Posthotel. Oberiberg liegt an der Strecke zur Ibergeregg. Die Ibergeregg ist eine Verbindungsmöglichkeit, die den äusseren und den inneren – Schwyzer- Kantonsteil verbindet. Im Sommer ist die Passstrasse über die Ibergeregg vor allem  bei Velo- und Motorradfahrer beliebt, im Winter bei Schneeschuläufern und Skitourenfahrer. Zudem hat es auf der Passhöhe auch zwei Skilifte. Noch aber geniessen wir aber das herrliche Herbstwetter. Felix und ich wandern zuerst auf dem Wanderweg und dann auf der betonierten Fahrstrasse hinauf Richtung Schwändi, Stafel. Den rund 1780 Meter hohen Roggenstock immer im Blickfeld. Bald erreichen wir das „Tubenmoos“, ein einzigartiges, geschütztes Hochmoor. Von hier geht es über Natursteinplatten hinauf zur Alpwirtschaft Roggenegg. Hier auf der der 1567 Meter hohen Roggenegg hat Fredy Holdener oder einfach Roggen Fredy seit über 45 Jahren seinen kleinen Alpbetrieb mit einer  kleinen Alpbeiz. Zum Inventar gehören neben zahlreichen Schnaps-Varianten, einer kleinen aber feinen Karte  auch Geisslein Flöckli. Flöckli, das sich übrigens gleich auf Hund Felix stürzt und klar macht wer hier das Sagen hat. Nach der Klärung der Machtverhältnisse sitzt Geisslein Flöckli dann zusammen mit uns (Hund Felix und ich) auf der Bank und geniesst  den verdienten Znüni. Roggen Fredy und Flöckli sind tolle Gastgeber. Lieben es Besuch zu haben und die Gäste zu bewirten.

Nach der Stärkung laufen Felix und ich weiter. Flöckli vergewissert sich ein kurzes Stück lang, dass wir auch wirklich gehen und läuft dann wieder zurück zur Alp. Wir geniessen den Blick in das Skigebiet Hoch Ybrig, zum Drusberg  und den anderen Berggipfeln, die den Hoch Ybrig umschliessen. Nach rund zwanzig Minuten erreichen wir die Fuederegg. Hier hat es ein paar architektonische Bau-Sünden aus den siebziger Jahren. Jetzt könnten wir einfach und bequem die Fahrstrasse wieder nach unten ins Dorf Oberiberg wandern oder wir nehmen den Weg zum Steinboden und dann mit dem Sessellift nach unten. Ganz schön ist aber auch wenn man von hier bis ins Dorf wandert. Besonders beim Herbstwetter 2015. Denn vielleicht schon in einem Monat sind hier wieder die Skifahrer unterwegs.

Die Wanderung rund um den Roggenstock dauert rund vier Stunden. Will man noch auf den 1778 Meter hohen Roggenstock, sollte man mind. eine halbe Stunde mehr Zeit einrechnen. Die Wanderung eignet sich auch gut als Familienwanderung. Den Ausgangspunkt zur Wanderung Oberiberg erreicht man von Einsiedeln aus per Postauto.

Strecke: Oberiberg- Schwändi- Stafel- Tubenmoos- Roggenegg- Fuederegg-              Steinboden- Oberiberg.

Aufstieg/ Abstieg: ca. je 700 Meter.

Weitere Informationen:

http://www.unteriberg.ch/fileadmin/daten_ybrig/Dokumente/Sommer/Roggenstock.pdf

Diese Tour kann man auch im Winter mit den Schneeschuhen machen. Die Alpbeiz von Roggen Fredy ist jetzt noch das ganze Jahr geöffnet. Für Fondue sollte man sich voranmelden.

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Urwald am Zugersee

Auf vielseitigen Wunsch der Familie und Hund Felix soll die heutige Wanderung in einen Urwald führen. Gewünscht werden auch ein Badeplatz und eine Feuerstelle direkt am See. Mit dieser Wunschliste in der Hand mache ich mich an die Planung. Ich werde mit der Halbinsel Chiemen fündig. Der Chiemen ist eine Halbinsel im Zugersee, eine luzernische Enklave, die trockenen Fusses nur durch die Kantone Schwyz und Zug erreichbar ist. Der Chiemen ist bei Familien, Feierabend- und Wochenendausflüglern ein sehr beliebtes Wanderziel. Die Halbinsel gehört zum Kanton Luzern. Die Wanderwege zum Chiemen führen wie bereits beschrieben alle über die Kantone Schwyz und Zug. Der Wanderweg entlang dem Wasser kann sich bei Wasserhochstand oder nach einem heftigen Sommergewitter in eine regelrechte Urwaldregion verwandeln. Die rund zweistündige Wanderung, die mit Bade- und Picknickplausch leicht auf einen ganzen Tag ausgedehnt werden kann, führt von der Haltestelle beim Landhaus Oberrisch über den unteren Chiemen-Rundweg.Das Ziel ist am Schluss wieder die Bushaltestelle Landhaus Oberrisch. Von hier aus geht es mit dem Bus über Risch und Buonas zurück nach Rotkreuz; auch der Ausgangspunkt unserer Wanderung. Wer das Wasser nicht mag und mit Kinderwagen unterwegs ist, kann auf einen der Wege im Inneren der Halbinsel ausweichen.Wir aber machen uns also auf in den Urwald am See, wie von der Familie gewünscht und von mir versprochen. Die Kinder und Hund Felix sind besonders vom wurzelbestückten Weg entlang dem Ufer des Zugersees angetan. An diesem heissen Wandertag werden Kinderfüsse und Hundepfoten immer wieder im See abgekühlt. Am Picknickplatz direkt am Ufer der Zugersee werden die mitgebrachten Würste und das Schlangenbrot über der Feuerstelle gebraten. Ausser ein paar unerwünschten Mückenstiche ein durchaus geglückter Wandertag mit viel Lob für den Wanderplaner. Chiemen, unser neuer Urwald am Zugersee, sei Dank. Wer dem „bröteln“ nicht so zugetan ist, kann auch im Seehotel und Restaurant Baumgarten auf dem Gemeindegebiet von Immensee einkehren. Hier direkt am See gibt es Eglifilets aus dem See. Auch eine gute Variante. Diese Möglichkeit werde ich das nächste Mal ausprobieren. An einem regnerischen Tag.

Wanderzeit zwischen zwei und vier Stunden. Ausgang- und Endpunkt Bahnhof Rotkreuz. Schuhe mit einem guten Profil sind von Vorteil.

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Ab in die Höhe

Hoch hinaus soll es diesmal gehen. Die Wanderung mit Wanderkollege Reto führt mich zur Etzlihütte oberhalb Bristen im Madranertal. die anreise, am einzigen schönen Herbsttag in diesem Sommer, führt uns mit dem Zug über Erstfeld nach Amsteg. Dann mit dem Postauto über eine herrlich enge Bergstrasse hinauf nach Bristen. Wir fahren bis zur Talstation der Seilbahngenossenschaft Golzen. Die Seilbahn lassen wir  links liegen und starten unsere Wanderung. Dazu laufen wir wieder ein stück zum Tal hinaus und biegen beim Etzlibach links in das Gelände. Durch einen schönen Anstieg im Wald führt uns der Weg hinauf zur Alp Hinter Etzliboden. Hier geniessen Wanderkollege Reto und ich das  letzte kühle Bier vor dem Aufstieg zur Etzlihütte. Hier auf der Alp Hinter Etzliboden gibt es frichen Joghurt und auch Käse zu kaufen. Wir wandern weiter- ohne Joghurt und Käse Richtung  Müllersmatt gut 70 Meter unterhalb der Etzlihütte. Die Müllersmatt ist eine Ebene wo verschiedene Bergbäche zusammenfliessen. Von hier aus sind es noch zehn Minuten bis zur Etzlihütte. Eigentlich könnten wir hier ewig sitzen bleiben. Die aussicht gefällt, das bier ist kühl und die Bedienung zuvorkommend. Doch wir wollen höher hinaus. Auf den 2347 Meter hohen Chrüzlipass, der Übergang in die Surselva nach Sedrun im Kanton Graubünden. Dort ist es wie in der Zentralschweiz auch, ganz schön zum Wandern.

Wanderzeit bis zur Etzlihütte : zwischen drei-einhalb und vier Stunden. Vier zusätzliche Stunden bis Sedrun. Nötig sind eine gute Kondition und Trittsicherheit in den Bergen.

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Unterwegs im Naturdenkmal

In der Greina war einst ein Stausee geplant. Heute ist die Greina-Ebene im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Die Terrihütte gilt als eigentlicher Ausgangs- und Zwischenpunkt für die verschiedenen Greina-Wanderungen. Wanderkollege Reto und ich nehmen die Greina-Ebene von Vrin her in Angriff. Der Bus-Alpin  bis Puzzatsch( telefonische Reservierung)  erspart uns dreiviertel Stunde Asphaltwanderung. Dann geht der Weg hinauf am Rande einer Kuh- Weide bis zum Pass Diessrut auf 2428 meter über Meer. Von hier geht es zuerst wieder hinunter auf einen Ausläufer der Ebene, dann wieder hinauf , hinunter und kurz rund 30 Meter wieder hinauf zur Terrihütte. Am zweiten Tag begrüsst und auf dem gegen-überliegenden Felsen ein Steinbock. Wir wandern weiter über die Greina bis zum Passo della Greina 2355 meter über Meer  und der Scaletta-Hütte auf 2205 Meter. Nach einer stärkender Suppe und dem ausgiebigen Studium der Zeitschrift Tierwelt mit der Fundgrube , machen wir uns auf einen dreiviertel-Stündigen Abstieg. Von der Haltestelle des Bus Alpins geht es über Pian Geirett ( umsteigen) nach Olivione. Von hier aus kann man  mit dem Postauto  über den Lukmanierpass oder mit der Bahn ab Biasca zurück in die Deutschschweiz fahren. Zur Terrihütte gelangt man auch von Rabius her, einem Dorf  kurz vor Disentis.

Wanderzeit: Zweitägige Tour mit je drei- bis vier stündigen  Wanderungen. Übernachten in der Terrihütte oder der Scalettahütte.

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Wandern im Kanton Zug

Rund 550 Kilometer signalisierte Wanderwege bietet der Kanton Zug. Unter den verschiedenen Wanderangeboten hat es Touren für Familien, Ausdauernde und Gemütliche. Verantwortlich für die Signalisation im Kanton Zug ist der Verein Zuger Wanderwege. Jeder Wanderweg- Kilometer   im Kanton wird durch den Verein  mindesten einmal im Jahr kontrolliert. Dazu werden die Wanderwege in einzelne Gebiete aufgeteilt und den jeweiligen Mitarbeiter zugeteilt. Sie müssen dann die Schilder kontrollieren und reinigen. Signalisationen werden, wenn nötig neu gemalt oder montiert. Wegweiser müssen auch aus grösserer Distanz gut sichtbar sein und dürfen nicht durch andere Bauten oder Gehölz verdeckt werden. Dazu  sollen sich Wegweiser wenn möglich in das Landschaftsbild eingliedern und nicht an gefährlichen Stellen platziert sein. Der Kanton Zug kann ein breites Wanderangebot bieten. Familien und gemütliche Wanderer halten sich an den Zugerberg oder den Ratenpass. Während der Zugerberg ein Klassiker für lockere Wanderungen ist, anerbietet sich der Raten und der Gottschalkenberg speziell für Familien. Auf dem Ratenpfad auf dem Raten können Familien die Tier -und Pflanzenwelt kennen lernen. Auf dem Sinnespfad kann gerochen, gefühlt, geschmeckt und getastet werden. Gleichzeitig bietet sich dem Wanderer ein beeindruckendes Panorama über den Ägerisee, zur Rigi bis zu den Urner Alpen. Beide Wanderungen dauern rund anderthalb Stunden und sind einfach zu finden.Ambitionierte Wanderer mit grösserer Ausdauer finden Ihre Wandertouren am Wildspitz. Über den Zugerberg und das Zuger Alpli führt der steile und anspruchsvolle Wanderweg auf den Wildspitz. Belohnt wird man hier mit einer Rundsicht auf den Schwyzer Talkessel, das Ägerital, den Zugersee und die umliegende Alpenwelt. Hier, im Gebiet Wildspitz, befinden sich die einzigen „weiss-rot –weiss“ Markierungen, die einen Bergwanderweg bezeichnen, im Kanton Zug.

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Wander-Anfängertipps 

Für die erste ungetrübte Wandertour braucht man entsprechende Schuhe, den richtigen Rucksack und passende Bekleidung. Der Schuh darf sich an der Ferse nicht bewegen. Beim Bergabgehen dürfen die Zehen nicht vorne anstossen. Wer in den Bergen unterwegs ist braucht hohe Schuhe, für Wanderungen im Tal reichen gute Trekkingschuhe. Rucksäcke müssen richtig eingestellt sein. Der Hüftgurt wird auf der Höhe des Beckens platziert und geschlossen. Die Schulterträger müssen angezogen werden. Die Wanderbekleidung ist heute multifunktionell. Die heutigen Wanderjacken sind Kälte-Wind und Regen abstossend. Starten Sie mit einer einfachen, lockeren und ausgeschilderten Wanderung. Steigern Sie sich je nach Motivation und Kondition. Schliessen Sie sich einer Gruppe Gleichgesinnter an.

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Von Moor und Biber

Wandern im Winter nennt man logischerweise Winterwandern. Auch wenn der Schnee fehlt! Aber Winter ist es definitiv an diesem Mittwoch- leider nur auf dem Kalenderblatt. Hund Felix und ich wollen heute von Rothethurm nach Biberbrugg wandern. Rund 10 Kilometer in zwei-ein halb Stunden. Dazu steigen wir am Morgen in den Zug der Südostbahn nach Rothenthurm. Rothenthurm liegt auf dem Hochtal, dass von der Biber durchflossen wird und auch das national geschützte Rothenthurmer Moor mit Wasser speist. Vom Bahnhof aus wandern wir ein Stück der Hauptstrasse hinaus Richtung Biberbrugg. Praktisch gegenüber dem historischen Letziturm, der dem Dorf Rothenthurm den Namen gegeben hat, biegen wir links Richtung Moor ab. Der Letziturm von Rothenthurm ist im Jahre 1323 erbaut und 1487 als „rhoten thurn“ erstmals urkundlich erwähnt worden. Diese Information erfahre ich aus der Wanderbroschüre „ Moorweg“ des örtlichen Tourismusbüros. Unser Weg führt uns nun also direkt ins Moor hinein. Richtung Steinstoss. Dort liegt das Steinstoss- Stubli auch bekannt als Moorbeizli. Im Winter und bei offener Langlaufloipe schalten hier die Langläufer eine kurze Pause ein. Wanderer und Langläufer machen sich dann vor allem an den schönen Wochenenden die Plätze auf der Terrasse streitig. Unter der Woche ist das Moorbeizli nicht jeden Tag geöffnet und da wir jetzt erst rund vierzig Minuten unterwegs sind, verzichten wir für einmal aufs Einkehren und wandern weiter. Ab hier führt der Weg ein Stück über die Asphaltstrasse bis zur Abzweigung Bibersteg. Im Sommer, Frühling oder Herbst erblickt man hier die volle Schönheit des Rothenthurmer Moors mit all seinen Facetten, mit Planzen in unterschiedlichsten Farben und Formen. Jetzt im Winter herrscht die Farbe braun oder (mit Schnee) weiss vor. Nach der Abzweigung Bibersteg verlassen wir die klassische Moorlandschaft von Rothenthurm. In dieser geschützten Landschaft wurde bis vor rund 50 Jahren noch Torf abgebaut  und   beinahe eine Panzerpiste gebaut. Hier wechseln wir in eine wunderschöne Birkenlandschaft. Entlang dem Fluss führt der Wanderweg nun vorbei an dem Weiler Gutsch Richtung Schwyzerbrugg. Hier kann es im Winter und bei letzten Nebelfetzen ziemlich frisch sein. Sollte hier Schnee liegen, dann sind Wanderstöcke und Winterwanderschuhe mit Gamaschen sehr empfehlenswert. Kurz vor Schwyzerbrugg überquert der Wanderweg die Biber und die Strasse, die zum Ratenpass hinauf führt. Hier geht es rund 50 Meter hinauf Richtung Höhronen und dann wieder rechts in den Wald hinein. Mit Blick auf die einzelnen Häuser von Biberbrugg führt der Weg nach rund einer halben Stunde wieder hinunter zum Bahnhof Biberbrugg. Hier entstand bereits 1891 durch den Bau der Bahnstrecke St. Gallen–Schwyz ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Von hier aus fährt die Bahn auch nach Einsiedeln. Felix und ich nutzen diese Gelegenheit und fahren mit der Bahn noch nach Einsiedeln und geniessen auf dem Klosterplatz einen verdienten „Zvieri.“ Ich am Tisch, Hund Felix unter dem Tisch. Strecke 9,4 km- Wanderzeit 2,5 h – Bahnhof Rothenthurm – Steinstoss- Bibersteg- Gutsch- Schwyzerbrugg- Biberbrugg.Auf Winterwanderungen im Schnee gehören warme Winterwanderkleider,Mütze und Pullover zum Wechseln,Handschuhe, Wanderstöcke und  Winterwanderschuhe mit Gamaschen zur Ausrüstung. Ein Rucksack mit heissem Getränk. Sind die Winterwanderwege nicht präpariert empfiehlt sich Schneeschuhe dabei zu haben.

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